Mittwoch, 2. August 2017

Wochenzettel 30.7.-13.8.2017



Liebe Brüder und Schwestern,

Jesus spricht heute wieder über das Reich Gottes: es gleicht einem Schatz, den man in einem Feld finden kann. Der, der es findet, ist voll Freude und verkauft alles was er hat, um das Feld zu kaufen. Er hat verstanden, dass der Schatz wertvoller als sein Besitz ist. Wir Christen sind oft ziemlich lauwarm geworden: wir sind froh, in der Kirche zu sein, sind aber nicht bereit viel für Gott zu riskieren…. Jesus lädt uns heute ein, für ihn zu riskieren. Aber er zeigt uns, wofür wir es tun sollten - nämlich für ihn. Nächsten Sonntag werden wir es ganz klar sehen können: Jesus steigt mit uns auf einen Berg und lässt uns seine ganze Schönheit genießen, er verklärt sich. Er hat auch für uns einen solchen Glanz vorbereitet: er will, dass wir nicht von Sorgen, Ängsten und Sünden in Dunkelheit sind. Er will vielmehr, dass in unserem Leben das Licht seiner Liebe und Vorsehung leuchtet, und dass wir auch liebende und leuchtende Kinder Gottes werden.
Ich hoffe, dass wir heute bereit werden Jesus zu begegnen, und auf alles andere für ihn zu verzichten.
Euer Pfarrer Oreste

Verlautbarungen:

Pfarrer Oreste ist vom 6.-27. August auf Reha.
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Die Stiege vom Pfarrheim kommt neu – die alte ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr benutzbar. 


 

 

Dienstag, 1. August 2017

Mission im August 2017



Liebe Brüder und Schwestern!
Wieso schreibt unser Pfarrer etwas Neues zu uns? Ich wollte euch etwas mitteilen, aber das Wochenblatt wäre dafür zu klein gewesen, um es zu schreiben. Wie ihr alle wisst, bin ich seit einigen Jahren in Sankt Georgen am Steinfelde, und ich bin dem Herrn dankbar, dass er mir diese Gemeinde anvertraut hat. Ich bin auch sehr dankbar für die verschiedenen Mitarbeiter, die er mir gegeben hat, besonders dem Pfarrer Schoder, der für mich ein lebendiges Zeugnis der Gnade und der Liebe Gottes ist. Ihr kennt ein wenig meine Geschichte und wisst, dass mein großer Wunsch als Priester war, Missionar zu sein. Schon als Kind hatte ich diese tiefe Sehnsucht, die durch den Bruder eines Freundes meiner Familie entzündet wurde. Er hieß Ezechiele (alle aber nannten ihn Lele). Er war Priester und wurde nach Südamerika in Mission gesandt. Dort wurde er getötet, weil er die Ungerechtigkeit des Drogenkartells in seinen Predigten zu laut angeklagt hatte. Als ich von seinem Tod erfahren hatte, wurde er vor meinen Augen eine Art Held, der furchtlos gegen die Mächtigen kämpfte. Ich bin also in dem Knabenseminar der Comboni Missionare eingetreten, um den Spuren von Lele zu folgen. Ich habe aber bald bemerkt, dass ich nicht imstande war, heldenhaft für Gott zu kämpfen, ich war (und bin oft noch immer) viel zu feig und unfähig, um Gottes Botschaft zu verkünden. Nach drei Jahren bin ich also nach Hause zurückgekehrt, und habe gedacht, dass ich mich getäuscht habe, und dass Gott mich ruft, nicht in Mission zu gehen, sondern zu heiraten. Heute weiß ich, dass das wahre Problem darin bestand, dass ich Gottes Liebe noch nicht wirklich kannte. Die Begegnung mit dem neokatechumenalen Weg hat mir neue Perspektiven des Glaubens geöffnet: ich habe plötzlich gehört, dass die Liebe Gottes mir bedingungslos geschenkt wird, und so ist in mir eine neue Dankbarkeit entstanden. Ich hatte endlich etwas zu verkünden: Gott ist die bedingungslose Liebe! Ich hatte endlich gefunden, was ich gesucht hatte: eine Botschaft, die mein Leben gefüllt hat und die nicht von meiner Schwachheit vermindert wurde. Das hat meine Bereitschaft, ins Priesterseminar einzutreten, ermöglicht. Ich habe verstanden, dass die Mission überall möglich ist, weil jeder Mensch, egal ob in Wien oder Buenos Aires, diese gute Nachricht benötigt! Die Verkündigung hat auch eine schöne Nebenwirkung: ich bin jener, der davon profitiert, und der als erster die Liebe Gottes erfährt! In der Zeit des Seminars habe ich eine Erfahrung der Mission machen dürfen: ich wurde, zusammen mit anderen 400 Seminaristen in Mission gesandt, um die Liebe Gottes zu verkünden. Die Sendung war eigenartig: wir wurden zu zweit in eine Stadt in Europa gesandt, und hatten nur das Ticket, hin und zurück, die Bibel und den Brevier mit, sonst nichts. Wir hatten keine andere Sicherheit, und haben 10 Tage lang von der Vorsehung Gottes gelebt. Es ist für mich eine wunderschöne Erfahrung gewesen!
Heuer findet eine solche Sendung weltweit wieder statt. Es werden in der zweiten Augusthälfte auch in Österreich Menschen unterwegs sein, die die Liebe Gottes zu allen Menschen verkünden, und ich hoffe wirklich, dass sie auch in unserer Pfarre unterwegs sein werden. Habt keine Angst, ihnen etwas zu essen zu geben und sie aufzunehmen! Ihr werdet sehen, dass ihr von der Liebe Gottes konkret profitieren werdet!
Euer Pfarrer Oreste.